Marketingautomation – warum viele Unternehmen die Revolution im Marketing verschlafen werden

von Fred Geiger

Begriffe wie „Industrie 4.0“, „Digitale Transformation des Unternehmens“ oder „Informationsgesellschaft“ sind die wohl wichtigsten Herausforderungen für die Unternehmen, wie für die Gesellschaft in den nächsten 20 Jahren. Abstrakt ist jedem Verantwortlichen in den Unternehmen und in der Politik zumindest diffus bekannt, das damit revolutionäre Veränderungen einhergehen, die es seit der Erfindung der Dampfmaschine so nicht mehr gegeben hat.

Wenn wir dem Marketing und auch dem Vertrieb die Aufgabe zuschreiben, als eine Art Spähtrupp im Markt, diese Veränderungen früh zu erkennen, das Wissen hierüber in die Unternehmen zu bringen und als eine Art intellektuelle Avantgarde, die notwendigen prozessualen wie strukturellen Changeprozesse in den Unternehmen voranzutreiben, so bin ich immer wieder verblüfft, wie wenig Marketing & Sales dieser Aufgabe gerecht werden. Wie bei kaum einem anderen Thema, das ich in Beratungsprozessen und Seminaren vermittle, gibt es so große Widerstände in den Unternehmen, sprich bei den Menschen, vor allem der mittleren Führungsebene und nirgends empfinde ich die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit so groß, wie bei der Digitalisierung der Marketingarbeit. Dabei befinden wir uns jetzt schon inmitten eines Erdbebens, das am Ende in der täglichen Marketingarbeit keinen Stein mehr auf dem anderen lassen wird:

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Marketingautomation – sieben Schritte zur erfolgreichen Umsetzung

In den letzten Jahren erlebe ich sowohl bei meinen Beratungsaufträgen, als auch im Hinblick auf die Teilnehmer meiner Seminare eine paradoxe Entwicklung. Obwohl uns allen, die wir mit dem Marketing und dem Vertrieb befasst sind, abstrakt vollkommen klar ist, dass sich die Entwicklung in Richtung „Digitalisierung der Marketingarbeit“ unvermindert, ja möglicher Weise in einer noch höheren Taktung fortsetzen wird, herrscht eine gewisse Erschöpfung, manchmal sogar ein gefährlicher Zustand der Selbstzufriedenheit, das trügerische Gefühl oder die gespürte Gewissheit, dass das eigene Unternehmen inzwischen hier gut aufgestellt sei. Viele Entscheider sind der Meinung, dass man sich mit der mehr oder weniger erfolgreichen Umsetzung des Themas „Social Media Marketing“ jetzt so etwas wie eine Verschnaufpause verdient hat, auch weil uns noch zusätzlich die Umsetzung des DSGVO zeitlich und intellektuell sehr in Anspruch genommen hat. Wir sollten unseren Blick aber wieder auf´s Neue schärfen: die Digitalisierung der Marketingarbeit wird sich weiter beschleunigen und der neue Megatrend und alle seine Facetten, lassen sich unter dem Begriff „Marketingautomation“ subsummieren. Dass Sie zu diesem Thema in ihrem Unternehmen bisher noch nichts Konkretes umgesetzt haben, ist dabei  wahrscheinlich nur eine lässliche Sünde, wenn Sie aber noch keine strategischen oder organisatorischen Voraussetzungen für die Marketingautomation geschaffen haben – das wiederum sollte Sie zwar noch nicht in Panik versetzen, Sie aber zu sofortigem Handeln motivieren.

Der Grund: die Macht der automatisierten Marketingarbeit wird sich zwar erst in den nächsten 3 bis 4 Jahren wirklich voll entfalten und die Marketingautomation damit zu einem unerlässlichen Marketinginstrument werden, die strategischen und inhaltlichen Entscheidungen müssen Sie aber so schnell wie möglich treffen, damit Sie auf diesen Zug noch rechtzeitig aufspringen können. Aber wie will man wissen, wo man steht? Das wiederum zeigt der digitale Reifegrad einer Marketingorganisation. Dieser wiederum kann in sieben Schritten oder Stufen beschrieben werden.

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